
Mit Beginn des Schuljahres 2006/2007 geht die Angst an Niedersachsens Schulen um, denn die lang befürchtete Schulinspektion ist kein bloßes Gerücht mehr. Die Folge sind eingeschüchterte Lehrer, panische Schulleiter und hämisch blickende Eltern, Schüler und Kabarettisten.
Der gebürtige Niedersachse Andre Eberlei hat die Angst der so genannten Bildungselite genutzt und sich spontan nach Anlauf der Schulinspektion mit seiner Firma „Eberlei Association for Consulting and Degradation (EACD)” selbständig gemacht. Um dem bundesrepublikanischen Trend zu folgen, hat er sich mit Jana Fuhrmann ostdeutsche Unterstützung gesucht. Beide zusammen bereiten das zwangsläufig lernwillige Publikum kompetent, gewohnt sarkastisch und exemplarisch mit Hilfe der „Pipi Langstrumpf Gesamtschule in Musterstadt” auf eine Schulinspektion vor, um dann in der zweiten Programmhälfte mit dem Publikum eine Schulinspektion zu simulieren.
Um eine ganz realistische Schul-TÜV-Situation vorzuführen, bringen Fuhrmann und Eberlei eine Reihe von Figuren mit, die man schon aus Eberleis vorigen Soloprogrammen kennt: Der konzeptüberfrachtete Oberstudienrat Dr. Jens Wagner oder auch die ewig-notorisch meckernde und sich ereifernde Mutter Annemarie Kemper mit ihrem 6jährigen Sohn Matthäus, der noch immer nicht anständig Gitarre spielen kann, es aber trotzdem tut.
Aber auch neue Charaktere wie die prollige und beratungsresistente Yasemin und Heinz Janssen, der Schulhausmeister verdeutlichen auf ihre Weise, wie man mit der Schulinspektion umgehen kann.
„Heul doch! - Der Schulinspektor kommt” - das sind zwei Kabarettisten, zwei Schulinspektoren und zwei Mal 45 min lehrhaft-bösartiger Spaß zur Inquisition des Kultusministeriums; ein Abend, der das Publikum mit Witz, schwarzem Humor, Spielszenen und Liedern auf den persönlichen Krieg mit der Stabstelle des niedersächsischen Kulturmisteriums vorbereitet, aber vor allem auch die Erkenntnis liefert, dass es nichts gibt, vor dem man sich fürchten muss - außer vielleicht vor den Schulinspektoren!